Psychologischer Stress schwächt die Immunität bis zu einer Woche lang
Haben Sie jemals bemerkt, dass Ihre Haut vor einem großen Ereignis aufflammt? Wissenschaftler haben Stress mit der Verschlimmerung von Allergien in Verbindung gebracht, aber die Biologie dahinter war unklar - bis jetzt. Japanische Forscher haben die zelluläre Kettenreaktion identifiziert, die Stress mit der Verschlimmerung von Hautallergien in Verbindung bringt. Die Forscher entdeckten, dass unter Stress Immunzellen, so genannte Makrophagen, die normalerweise Entzündungen eindämmen, ihre Fähigkeit verlieren, richtig zu funktionieren. Diese zellulären Veränderungen können bis zu einer Woche nach dem Stress anhalten, was möglicherweise eine Erklärung für verlängerte Allergiesymptome während stressiger Zeiten ist. Bei Stress schüttet das sympathische Nervensystem Noradrenalin aus, das die Fähigkeit der Makrophagen zur Entzündungshemmung schwächt, indem es die Beseitigung toter Zellen beeinträchtigt. „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Auswirkungen von psychischem Stress auf Immunzellen lang anhaltend sind und sogar Makrophagen beeinflussen können, die sich später differenzieren. Dieses Phänomen, das als 'Stressgedächtnis' bezeichnet wird, bedeutet, dass schwerer Stress einen bleibenden Eindruck bei den Immunzellen hinterlässt“, erklärte Dr. Soichiro Yoshikawa von der Juntendo-Universität. Während die Wissenschaftler mögliche Behandlungsmethoden erforschen, unterstreichen die Ergebnisse, dass Stressbewältigung nicht nur für die psychische Gesundheit von Vorteil, sondern auch für die Immunfunktion entscheidend ist.
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